Shoppen in China – Afrikanische Händler in Guangzhou

NDR/SWR 2013, 51’27“

Ausgezeichnet mit dem Ernst-Schneider-Preis 2014.

Shoppen in China – Afrikanische Händler in Guangzhou | 2013 | 59 MB | ZIP

Jules ist Kongolese. Seit 20 Jahren lebt er in Guangzhou und fühlt sich längst wie ein schwarzer Chinese. Nice dagegen will nicht in China leben. Sie fliegt viermal pro Jahr zum Einkaufen ein und freut sich, hier mal Boss zu sein.

Seit etwa 10 Jahren hat sich in der südchinesischen Metropole eine stetig wachsende Kolonie afrikanischer Händler gebildet. Hinzu kommen zigtausende Handelsreisende, die hin- und herjetten, um containerweise Waren einzukaufen. Denn hier gibt es alles, was in Afrika gebraucht wird: Baumaterialien und Autoersatzteile, Kleidung und Computer.

Sie sind aus dem Kongo, aus Mali oder Nigeria. Die einen werden reich, bei den anderen reicht es gerade zum Überleben. Doch in einem sind sie sich einig: China ist gut für sie und gut für Afrika. Und nach Europa zieht es sie nicht.

Manuskript Shoppen in China

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Tante Friedel – Besuch auf dem norddeutschen Land

NDR 2012, 53’58“

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Tante Friedel war gestorben. Nun stand ihr Sarg in der kargen Dithmarscher Dorfkirche. Die Orgel spielte. Nur eine Handvoll Menschen war gekommen. Draußen versank das Land im Schnee.

Wir hatten uns selten gesehen, doch in der Familie hatte Friedel immer als etwas seltsam gegolten. Eine Einzelgängerin. Unverheiratet. Kinderlos. Als wir uns etwas besser kennenlernten, war sie bereits um die achtzig. Noch immer lebte sie allein, und noch immer fuhr sie mit ihrem Auto über die Dörfer, um den Bauern „die Füße zu machen“, wie sie sagte.

Die Idee, ein Radiostück über sie zu machen, gefiel ihr gut. Also verbrachte ich ein paar Tage bei ihr, übernachtete in dem kleinen, vollgestellten Häuschen. Sie erzählte freimütig aus ihrem Leben, und sie nahm mich mit zu ihrer Kundschaft.

Erst nach ihrem Tod machte ich aus dem aufgenommenen Tonmaterial dieses Feature. Ich denke, es hätte ihr gefallen.

Manuskript Tante Friedel

Tante Friedel – Besuch auf dem norddeutschen Land | 2012 | 60 MB | ZIP

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Himmel oder Hölle – Unterwegs mit der Band Guaia Guaia

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Im Sommer 2010 hörte ich sie zum ersten Mal, ganz zufällig, genau vor der Haustür: Elias und Luis sind 21 und nennen sich Guaia Guaia. Sie machen Straßenmusik mit eigenen Songs und ziemlich fettem Sound, irgendwo zwischen Elektro, Pop und Ton, Steine, Scherben.

Seit drei Jahren sind sie jeden Sommer in Deutschland unterwegs. Früher wären sie mit der Klampfe von Stadt zu Stadt gezogen. Heute haben sie neben ihren Instrumenten einen Generator, Laptop und große Lautsprecher dabei, alles auf Lastenfahrrädern verstaut. Die selbstgewählte Obdachlosigkeit verheißt Straßenromantik und eine Freiheit, die sich – aufgrund von Ordnungsämtern oder Regenwolken – regelmäßig in Getriebensein verwandelt: „Ist das der Himmel oder ist das die Hölle?“, heißt es in einem ihrer Lieder.

Sprecher: Thomas Arnold

Redaktion: Karin Hutzler

Manuskript Himmel oder Hölle

Himmel oder Hölle – Unterwegs mit der Band Guaia Guaia | 2011 | 44 MB | ZIP

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