Painkillers – Die Opiatkrise in den USA

NDR 2018, 53’26“

Painkillers

Nan Goldin, die berühmte New Yorker Fotografin, war opiatsüchtig. Nun geht sie gegen Familie Sackler vor. In den sozialen Medien und mit Aktionen in Museen. Denn die Sacklers gehören nicht nur zu den größten Spendern im Bereich von Kunst und Wissenschaft. Sie sind auch Eigentümer von Purdue Pharma, dem Hersteller von Oxycontin, einem Schmerzmittel auf Opiatbasis. Über fünzehn Milliarden hat die diskrete Familie seit 1996 damit verdient.

Als Folge davon erleben die USA derzeit die dramatischste Drogenkrise ihrer Geschichte. Mehr als hundert Menschen sterben täglich an Überdosen, denn viele Schmerzmittelabhängige steigen auf Heroin und anderes um. Nan Goldin fordert nun von den Sacklers, ihr schmutziges Geld nicht in Museen, sondern in Reha-Einrichtungen zu stecken.

Ein Feature über Pharma-Business und Politik und das Drogenelend in der US-amerikanischen Provinz, das die edlen Kunsttempel in den Städten finanziert.

Ursendung auf NDR Info am Sonntag, dem 26.8. um 11:05 und im DLF am Dienstag, dem 28.8. um 19:15

Manuskript Painkillers NDR

Painkillers – Die Opiatkrise in den USA  | 2018 | 108 MB | ZIP

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Haus der Weißen Herren – Humboldt Forum, Shared Heritage und der Umgang mit dem „Anderen“

Deutschlandfunk Kultur 2017, 54’30“

Haus der Weißen Herren

Mit dem Humboldt Forum im Berliner Schloss geraten die ethnologischen Sammlungen neu in den Fokus. Während Herkunftsländer zunehmend Ansprüche auf ihr materielles Gedächtnis geltend machen, beharren deutsche Museen weiter darauf, rechtmäßige Eigentümer zu sein. Allenfalls sind sie bereit, mit den Herkunftsländern in Dialog zu treten: Stichwort Shared Heritage.

Am Beispiel der berühmten Benin Bronzen, von britischen Truppen 1897 aus dem heutigen Nigeria geraubt und bis heute in vielen deutschen Museen an prominenter Stelle zu finden, fragt der Autor die nigerianische Seite ebenso wie Kritiker*innen hierzulande, was Shared Heritage bedeuten kann. Und inwieweit der hiesige Umgang mit diesen Werken noch immer Ausdruck kolonialer Haltungen ist.

Manuskript Haus der Weißen Herren

Here an english version of the script: House of the White Masters.

Haus der Weißen Herren – Humboldt Forum, Shared Heritage und der Umgang mit dem Anderen  | 2017 | 108 MB | ZIP

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Eine Liebe zu Schwarz – Mein koloniales Innenleben, revisited

NDR 2017, 53’25“

Eine Liebe zu Schwarz

Im Dialog mit einer Freundin, die die Projektionen auf Schwarze Menschen täglich am eigenen Leib erfährt, erinnert sich der Autor, wie ihm „Afrika“ in der Kindheit durch die Abbildungen nackter Körper begegnete. Später, bei seinen eigenen Reisen, war es der Mythos vom Schwarzen Kontinent, vom Herz der Finsternis, der ihn immer wieder lockte. Als weißer Mann muss er sich eingestehen, wie sehr die Leidenschaft für das ganz „Andere“ und sein Verhältnis zu Schwarzen Menschen noch immer von kolonialen Strukturen  geprägt sind.

Manuskript Eine Liebe zu Schwarz

Eine Liebe zu Schwarz – Mein koloniales Innenleben, revisited | 2017 | 108 MB | ZIP

 

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